Freitag, 9. November 2012

Kyoto

Ich weiß ich  bin wirklich spät dran, aber es ging wirklich nicht anders.
Die Woche gerade lässt mir nicht groß die Möglichkeit an freie Zeit überhaupt, deshalb.

Am 3ten Tag sollte es für mich auf nach Kyoto gehen, aber natürlich wollte es nicht so klappen, wie ich es mir vorgestellt hatte.
Ich kam ohne Probleme bis zur Osaka Station und zum richtigen Gleis nach Kyoto, als ich dann aber allerdings die Anzeigetafel dort sah, wusste ich sofort vergiss es!
Der Zug von vor einer Stunde zuvor hatte schon 70 Minuten Verspätung und jede 5 Minuten kamen 5 weitere dazu. In einem Land, in dem ein Zug höchstens eine Verspätung von 1-2 Minuten hat wusste ich sofort was das bedeutetund darausfolgend, dass es sich noch um weitere Stunden handeln könnte.
Es sprachen mich dann 2 Frauen aus Australien an und ich musste ihnen die Situation erklären... wobei die Ansagen auch nichts anderes sagten, als die Anzeigetafeln mit Englisch ^^

Ich wollte allerdings unbedingt nach Kyoto und wusste, dass es noch einen weiteren Weg mit der Ubahn gab. Ohne einen Plan lief ich also los auf der Suche nach der U-Bahn.
Natürlich wurde es komplizierter aber irgendwie habe ich mir eine Reiseroute zurechtgelegt.
Dann kam das nächste Problem: Ticket ziehen xD Denn während bei JR-Stations man alles auf Englisch finden kann, gab es dort nichts auf Englisch.
Wie froh war ich um meine Hiragana-Kenntnisse in dem Moment! Woah! Ohne die wäre ich verloren gewesen. Habe aber zur Sicherheit noch einmal eine Japanerin (auf Japanisch) gefragt.
Dann bin ich rein und auf Anhieb das richtige Gleis gefunden und juhuuuuuu sogar einen Limited Express! Also die schnellste Variante :)
Eine Stunde später als geplant kam ich dann in Kyoto Station an und mir viel ein großer Stein vom Herzen :)


Dann ging es auf den richtigen Bus finden, was aber dann nicht so schwer, wie erwartet war ^^
Es lag eine ca. 45 Minütige Fahrt vor mir... im Bus wurde ich von einen älteren Dame angesprochen auf Englisch!!!!) ob sie sich ein wenig mit mir unterhalten dürfe. Freundlich wie ich wahr sagte ich natürlich ja, so dass die Fahrt sehr schnell vorbei ging und ich schon an meinem ersten Ziel ankam:

Dem Kinkakuji.
Ich denke jeder, der Japan mag und Kyoto hört wird zuerst an den Kinkakuji denken. Manche kennen ihn wohl nur unter "dem goldenen Pavillion", aber er ist sehr begehrt, was ich auch bei meinem Ausflug dorthin sofort bemerkt habe! Ufff, soviele Touristen (ausländische und einheimische).







Übrigens rufe ich hier in Japan besonders Reaktionen bei weiblichen Mittelschülerinnen und männlichen Highschoolschülern hervor, wie ich auch an diesem Ort es wieder bemerken sollte.
So süß ein paar schüchterene Grundschüler haben mich angesprochen, ob ich ihnen bei ihrer Schulaufgabe helfen könne, in dem ich ihnen ein paar Fragen beantworte und dann ihnen eine Unterschrift auf den Schulzettel gebe. Sie haben mir als Dank einen gefalteten Kranich geschenkt :)








                                                                  Ein Traum, oder? ^^

Der 金閣寺 ist übrigens ein Zen Tempel. Ich habe noch nie so viel über japanische Schreine und Religionen gelernt wie in Kyoto. Die drei Etagen des Temples sind zum Beispiel alle in verschiedenen Baustilen errichtet, was ich vorher nicht gewusst hätte. Auch war ürsprünglich nur eine Ebene mit Gold überzogen, was aber geändert wurde, als ein Novice den Schrein niedergebrannt hatte ausversehen.





Wenn man die runde Schale in der Mitte trifft soll man angeblich Glück bekommen. Ihr wisst ja wie ich zu sowas stehe, daher habe ich es natürlich nicht versucht xD Das graue am Boden sind auch gar keine Steine, sonder 1 Yen-Münzen ...schreint schwerer zu sein!




 Anstatt den Bus zu nehmen ging es für mich zu Fuß weiter zum nächsten Ziel dem Ryoanji. Erfolgreich bin ich auch nach ca 30 Minuten wandern angekommen :)
 Der Ryoanji, mit direkt vieeeeeeeel weniger Touristen, ist am bekanntesten für seinen berühmten Steingarten und gehört ebenfalls zu den Zentempeln.
Der Steingarten beinhaltet 15 große Steine, die aber nie, egal aus welchem Winkel, alle zur gleichen Zeit gesehen werden können. 




Man läuft in dem ganzen Gebäude im Übrigen ohne Schuhe und nur auf Socken und das Betreten des Steingarten ist natürlich verboten.




Was sehr gut ist, weil Saski natüüüüüüürlich die tollpatschige Saski ist und ihre Kamera fallen lässt...düm düm düm. Zum Glück ist sie NICHT in den Steingarten selbst gefallen, sondern noch davor liegen geblieben. Das wäre seeeeehr nicht gut gewesen!!!!!!!Konnte sie irgendwie retten, ohne den Boden mit meinen Füßen zu berühren! ^^






Der Garten um den Ryoanji war übrigens wunderschön, aber leider, leider war ich auch hier ein paar Wochen zu früh für das Blätterverfärben... naja Ansätze konnte man schon sehen :)

Nach dem Ryoanji ging meine kleine Wanderung weiter und ich deckte durch Zufall den kleinen aber schnuckeligen Temple Rengeji:





                                         Von dort hatte man eine recht nette Aussicht auf Kyoto! 

 
    
Gleich neben diesem Tempel lag mein eigentliches nächstes Ziel, der Ninnaji Tempel!
Er ist der Head Temple der Omuro Schule der Shingon Konfession des Buddismus. (Ich hoffe ich habe das jetzt so richtig wiedergegeben ^^)








Hier befanden sich übrigens kaum Touristen :D Argh, ich wünschte ich wäre im März dort, denn auf dem Tempelgelände standen soooooo viele Kirschblütenbäume! *_*

Nach einem längeren Aufenthalt ging es zurück und ich spazierte ein wenig durch den Wald, an der Straßen entlang und am Bambuswald von Kyoto vorbei.


Ich gönnte mir dann meine erste Mahlzeit in einem Family Mart, wo ich wieder auf einen seeehr zuvorkommenden Japaner mirgegenüber gestoßen bin und machte mich dann anschließend auf den Rückweg zur Bushaltestelle und zur Kyoto Station, wo ich dann auch diesmal ohne Probleme die JR-Line nach Hause nehmen konnte.

Achja auf dem Rückweg zur Station bin ich auch noch kurz am Nijo Castle vorbei, habe allerdings dort keine Fotos gemacht.

Erschöpft und glücklich viel ich dann in mein Futon. Kyoto ist wirklich eine schöne Stadt, aber mir persönlich viel zu Touristenüberlaufen. Ich bevorzuge Kobe und Hiroshima, welches zwar auch Touristenmagnet ist aber nicht so schlimm wie Kyoto.
Vorerst habe ich mir auch genug japanische Schreine angeguckt denke ich ^^

Juhu, einer der angestauten Einträge fertig. Mal sehen wann ich dann zu dem von Kobe kommen werde ^^ Bis hoffentlich bald! ♥


2 Kommentare:

  1. Ich find dein Einträge immer so interessant * ^ *
    Ich freu mich dank dir viel mehr auf meinen Japan Urlaub im Sommer.
    Auch wenn ich den Sommer in Tokyo abshreckend finde... Und die Preise xD

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    1. Awww, danke!
      Aber ehrlich gesagt finde ich sie selber mega langweilig...haha.
      Ich schreibe nieee etwas wirklich spannendes.
      Oh, oh, oh, wie kannst du sowas schreiben, aber es freut mich das zu hören!
      Tokyo ist auf jeden Fall eine geniale Stadt. Der Sommer ist in der Tat kaum erträglich, zumindest für mich und die Preise...ja die Preise.
      Wenn du etwas essen willst und auch ein wenig Einkaufen gehen willst solltest du jetzt viel sparen :D

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